Aufgeschnappt: NRW 2013

Eine seltsame Mischung aus Erleichterung und Entsetzen liegt am Tag nach der Wahl über Österreichs Hauptstadt. Die beiden Volksparteien, die seit 60 Jahren mit Unterbrechungen gemeinsam regieren, haben es, wenn auch knapp, noch einmal geschafft. Sie können weiter regieren. Können weiter die Ministerien und Behörden, das öffentlich-rechtliche Fernsehen und die Schulen, die Vereine und die Gewerkschaften in Rot und Schwarz aufteilen, können ihre Anhänger und Funktionäre mit Posten bedienen. Und bei Bedarf, wenn es ihnen gefällt, können sie im Parlament eine der Oppositionsparteien bei Abstimmungen mit ins Boot holen, um den Anschein breitester politischer Rückendeckung beim Volk zu simulieren.
Ein Kommentator nannte das unlängst die Anmutung eines „Ständestaates“, und er hatte recht damit:

Cathrin Kahlweit: Gelähmtes Land

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