Kopf des Tages … Oscar Bronner

Die erste Ausgabe des Standard erschien am 19. Oktober 1988 – 25 JAHRE STANDARD!

Ein absolut lesenswertes und ausführliches Interview hat Armin Wolf mit Oscar Bronner HIER gemacht.

Quelle:

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Krasses Interview mit SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach

Falter: Wie ist die Situation in den syrischen Flüchtlingslagern?

Stefan Schennach: Ich habe das Camp Al Zaatari, das dem UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR unterstellt ist, im Sommer zweimal besucht. Dieses Lager ist ein einziger Frauen- und Mädchensupermarkt. Dort werden Mädchen ab zehn Jahren verheiratet – allerdings auf Zeit. Da holen sich erwachsene Männer gegen eine gewisse Summe kleine Mädchen, die sie schnell heiraten, und nach drei oder vier Wochen bringen sie das Mädchen wieder zurück und holen sich ein neues.

Falter: Wer verkauft diese Kinder?

Schennach: Dieses Lager wird von Banditen kontrolliert. Das ist wie eine Stadt, in der Kriminelle regieren. In Al Zaatari, einem Lager mitten in der jordanischen Wüste, leben mehr als 160.000 Flüchtlinge aus Syrien. Allein die Straße, die um das Lager führt, ist acht Kilometer lang. Das Lager steht unter der Verwaltung des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR, aber in Wirklichkeit traut sich niemand hinein. Man kann nur zwischen zwei Stacheldrahtbereichen mit den Flüchtlingen sprechen. Als ich dort war, hat sogar so ein Trupp versucht, den UNHCR-Chef des Lagers zu entführen, um wieder etwas herauszupressen. Selbst das Militär geht nicht in den inneren Teil des Lagers hinein.

Falter: Die Banditen verkaufen diese Mädchen?

Schennach: Ja, zumindest organisieren sie den Handel. Teilweise verkaufen auch die Väter ihre Töchter, denn Mädchen sind in dieser Gesellschaft nichts wert. Jeden Abend werden die Kinder im Lager von diesen Banditen dazu genötigt, Steine gegen die Panzer der jordanischen Armee zu werfen. Diese Steinschlachten dauern bis zu zwei Stunden und sind nur dafür da, um von hinten die Frauen ungestört aus dem Lager rauszuschmuggeln und sie in die Bordelle zu führen. Die Bordelle in Amman sind mittlerweile voll mit syrischen Flüchtlingsmädeln.

Falter: Wer kauft diese Mädchen?

Schennach: Wer billige Mädchen will. Sie müssen sich vorstellen: Will ein jordanischer Mann heiraten, braucht er zumindest 2000 Jordanische Dinar, also etwa 2000 Euro für die Familie der Frau. Eine Flüchtlingsfrau oder ein Mädchen kriegt er ab 100 Dinar. Das ist der billigste Supermarkt, den es gibt. Eine Frau hat mir erzählt, dass mittlerweile sogar in Algerien Männer zu ihren Frauen sagen: „Wenn du nicht kuschst, hol ich mir eine syrische Flüchtlingsfrau.“ Das ist mittlerweile ein Running Gag unter Männern in der arabischen Welt. Doch auch die jordanische Politik ignoriert dies komplett.

Falter: Das heißt, es gibt einen gezielten Prostitutionshandel mit Flüchtlingsfrauen?

Schennach: Ja, und das nicht nur außerhalb des Lagers. Als ich Al Zaatari besuchte, gab es im Lager selbst bereits fünf Bordelle. Das gibt auch der UNHCR zu. Mir hat man ganz offiziell gesagt, es wurden drei Fußballplätze im Lager gebaut, damit die jungen Männer mehr Sport betreiben und nicht mehr so viel vergewaltigen. Es wird aber täglich vergewaltigt. Wir haben also einen massiven Missbrauch an Mädchen, wir haben eine unglaubliche Zahl an Vergewaltigungen. Krieg und Flucht sind immer brutal, speziell für Frauen und Mädchen. Aber wenn man dann wo ankommt, wo man glaubt, in Sicherheit zu sein, und dann kommt es zu solchen Übergriffen, führt das zu massiver Traumatisierung.

Das gesamte Interview mit Schennach hat der FALTER dankenswerterweise HIER online gestellt.

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Aufgeschnappt: Die Grünen in AUT

Österreichs Grüne haben bei der Nationalratswahl vor knapp drei Wochen zwei Prozentpunkte zugelegt und mit 12,4 Prozent Stimmenanteil das beste Resultat der Parteigeschichte erreicht. Während die deutschen Gesinnungsgenossen nur eine Woche zuvor Wähler verloren und in der Bundestagswahl nur noch auf 8,4 Prozent kamen, sind die österreichischen Grünen nun eine der stärksten Umweltparteien weltweit. Lediglich in der Schweiz erreichten grüne Gruppierungen vor zwei Jahren mit knapp 14 Prozent ein noch besseres Resultat, allerdings verteilt auf zwei Parteien, die Grüne Partei und die Grünliberalen.
Diesen Erfolg versucht die grüne Parteispitze seit der Wahl denn auch hervorzuheben, doch vermag dies nicht darüber hinwegzutäuschen, dass das Resultat eine gefühlte Niederlage ist. (…)
Entscheidend für das insgesamt enttäuschende Ergebnis war aber die Konkurrenz der Partei Neues Österreich (Neos), die erstmals angetreten war und sogleich den Einzug ins Parlament schaffte. Wählerstromanalysen zeigen, dass ebenso viele Grüne wie ÖVP-Wähler zur neuen bürgerlich-liberalen Partei wechselten. Protest gegen die Regierung war bei Neos wie den Grünen ein zentrales Wahlmotiv. Bisher hatten diese Wähler nur die Grünen oder Rechtspopulisten als Optionen. Gerade für gut ausgebildete, weltoffene und eher bürgerliche Städter bot Neos eine Alternative, die die Grünen zumindest bei dieser Wahl wohl noch unterschätzten.

Meret Baumann in der NZZ: Ein Rekord als gefühlte Niederlage

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Aufgeschnappt: League Pass Rankings

I ranked the Bulls this high for two reasons: because of Rose, and because they’re going to be a borderline great regular-season team. Just a must-watch army of possessed ass-kickers laying the smack down night after night after night. People are gonna hate playing the Bulls this year.

Bill Simmons und Zach Lowe mit einem absoluten Pflichtlektüre für League Pass Besitzer: PART 1 & PART 2

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Phantomtor in der deutschen Bundesliga

Stefan Kießling (Torschütze):
„Ich habe im ersten Moment gedacht, der Ball geht nicht rein, aber dann zappelte er im Netz. Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, dass ich überrascht war, es aber nicht genau gesehen habe. Ich bin eigentlich schon ehrlich, wenn ich etas sehe. Ich habe es aber nicht gesehen, weil ich mich weggedreht habe. Das ist eine blöde Situation für mich. Ich wurde von den Zuschauern richtig übel beleidigt, obwohl ich persönlich nicht wirklich was dafür kann.“

via BUNDESLIGA

Naja….ich weiß nicht ob ich das dem Herrn Kießling glaube. Seine Reaktion zeugen eher vor Ärger über die vergebene Chance…

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