Aufgeschnappt: Politiker und ihre Gehälter

Keine andere Berufsgruppe würde sich eine derartige Behandlung gefallen lassen, wie Politiker sie sich devot selbst verordnen. Seit dem Jahr 2008 dominiert Kasteiung: Vier Nulllohnrunden folgte eine bescheidene Gehaltserhöhung, gefolgt von einer weiteren Verzichtserklärung in diesem Jahr. Der eigene Verdienst wird permanent nach unten lizitiert. Das ist nicht nur populistisch und dumm, sondern sogar selbstbeschädigend: Wenn Politiker ständig trommeln, dass ihre Arbeit ohnehin nicht viel wert ist, leisten sie einen erheblichen Beitrag zur Demontage des eigenen Berufsstandes. Bescheidene Bezahlung macht aus einem unfähigen Politiker auch keinen besseren, wahr ist das Gegenteil: Nichtadäquate Entlohnung führt zu Negativauslese. Die unverschämten „Moneyka“ Lindners, mutlosen Opportunisten und mediokren Parteisoldaten legen davon ungewollt, aber eindrucksvoll, Zeugnis ab.

Eva Linsinger im PROFIL: Geißelhaft: Die Selbsterniedrigung der Politiker

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