Aufgeschnappt: NZZ über Federer

2013 wird Roger Federer als Jahr in Erinnerung bleiben, in dem er das Verlieren wieder hat lernen müssen. (…) Die nüchternen Zahlen lassen im Prinzip wenig Interpretationsspielraum zu: Mehr verloren als in diesem Jahr hat Federer zuletzt 2002, dem Jahr vor seinem grossen Durchbruch in Wimbledon. Erstmals seit 2002 ist er auch aus den Top 4 der Weltrangliste gefallen. (…) Trotzdem erschreckte der blutleere Auftritt des Baslers. Er deutete an, dass seine Krise tiefer geht. Federer hat 2013 einen Gegner kennengelernt, den er zuvor nur vom Hörensagen kannte: den Zweifel. Er begegnete ihm mit Verleugnung. Statt hinzustehen und zu sagen: Ja, es stimmt, ich spiele schlecht und bin verunsichert, versuchte er, die enttäuschenden Resultate schönzureden oder – um seine Worte zu brauchen – als «lässige Erfahrung» darzustellen.

Daniel Germann in der NZZ: Federer ist gefangen in der eigenen Perfektion

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