Schiefergas – Interview mit Roiss und Yergin

US-Ökonom Daniel Yergin und OMV Unternehmensleiter Gerhard Roiss preisen in der PRESSE die Vorteile von Schiefergas und Schieferöl.

PRESSE: In Österreich wurden bei Schiefergas aber sogar Probebohrungen verboten. Verstehen Sie diese Herangehensweise?

Yergin: Es ist eine Überreaktion, wie so vieles in Europa zu dem Thema. In den USA gibt es hohe Umweltstandards und strenge Vorschriften für die Schiefergasförderung. Ich war bei der Erstellung dieser Vorschriften im Auftrag von Präsident Obama beteiligt. Und ich weiß daher auch, dass Schiefergas ohne negative Einflüsse für die Umwelt gefördert werden kann und in den meisten Fällen auch wird. Viele Reaktionen in Europa sind meiner Ansicht nach nicht auf echten Informationen aufgebaut, sondern auf einseitigen TV-Dokumentationen. Das ist umso eigenartiger, als Europa hier einfach auf den Erfahrungen der USA aufbauen könnte. Dort stammen bereits 44 Prozent der Gasproduktion aus Schiefergas.

Gerhard Roiss: Das Ganze ist ein sehr emotionales Thema. Und auf diese Emotionen hat die Regierung mit ihrem Verbot Bezug genommen. Das respektieren wir natürlich. Es ist eine politische Entscheidung, ob wir unsere eigenen Ressourcen nutzen wollen oder ob wir weiterhin von Russland abhängig sein wollen. Wir haben angeboten, an möglichst umweltfreundlichen Methoden forschen zu wollen. Das wurde abgelehnt.

Yergin: Von außen beobachtet ist es schon etwas eigenartig, dass man nicht einmal testen will, welche Ressourcen es gibt. Dann könnte man ja immer noch darüber diskutieren, ob sie genutzt werden sollen oder nicht. Und eines wird von den Schiefergas-Gegnern bei dieser Diskussion auch oft vergessen: welchen positiven Effekt billiges Gas auf den Ausstoß von CO2 hat, weil es Kohle ersetzt. So konnten die USA ihre Emissionen auf das Niveau von 1994 senken – ganz ohne CO2-Handel oder andere Dinge, die in Europa versucht werden.

Das gesamte Interview: „Europa reagiert bei Schiefergas falsch“

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