1,7 Milliarden Euro Strafe

Die EU-Kommission greift durch: Sechs Finanzinstitute müssen wegen der Manipulation von Zinssätzen eine Rekordbuße von insgesamt 1,7 Milliarden Euro zahlen. Darunter ist auch die Deutsche Bank mit einer Strafe von 725 Millionen Euro. Das ist die höchste Strafe, die die EU-Kommission im sogenannten Libor-Skandal gegen Banken bisher verhängt hat. (…)

Libor, Tibor (Tokio) & Euribor – die Liste der Verfehlungen und Sauereien der Großbanken wird länger und länger. Nun wird gestraft. Gut so. Doch Strafhöhe sollte in zwei grundlegenden Ansätzen sich wiederfinden:

1. Spezialprävention: der Täter soll sich durch die Strafe zum Besseren verändern
2. Generalprävention: die Strafe soll potentielle andere Täter davon abhalten

Die Deutsche Bank sorgte derweil für die von der EU-Kommission verhängte Geldbuße vor: Die Strafe von gut 725 Millionen Euro sei weitestgehend in den existierenden Rückstellungen der Bank für Rechtsstreitigkeiten enthalten, teilte das Geldhaus mit. Es seien keine zusätzlichen Rückstellungen erforderlich.

via WELT: EU verhängt 1,7 Milliarden Euro Strafe gegen Banken

Mhh. Das darf nun jeder selbst entscheiden in wie weit die Strafhöhe somit spezial- bzw generalpräventiven Aspekten gerecht wird.

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