Regierung Faymann II ohne Wissenschaftsministerium

In der neuen Bundesregierung wird es keinen Wissenschaftsminister mehr geben – Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner wird die Wissenschafts-Agenden mitbetreuen.

via STANDARD

STANDARD: Wie kann es sein, dass eine Partei, in dem Fall die ÖVP, Unis und Forschung im Wirtschaftsministerium verräumt?
Töchterle: Ganz generell dürfte der Befund, den viele äußern, stimmen: Sie misst dem keine große Bedeutung zu. Ich habe immer gemeint, das kann nicht stimmen, aber ich bin dazu vielleicht auch zu sehr im Wissenschaftsbetrieb drin. Mir wurde ja auch immer gesagt, es gibt starke Lobbys, es gibt die Bünde, die ganze Struktur der ÖVP, in der die Wissenschaft nicht vorkommt. Und diese Partei scheint wirklich nach diesen klaren Machtstrukturen zu funktionieren. Ich sage das ganz neutral.

Lisa Nimmervolls Interview mit dem ehemaligen Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle im STANDARD

WU-Rektor Christoph Badelt sieht dies sogar als „Katastrophe“: „Ich halte die Auflösung des Wissenschaftsministeriums für ein katastrophales Zeichen. Von der Symbolik her ist es schlimm, die Wissenschaft irgendwo dazuzuschieben. Ich muss aber wohl zur Kenntnis nehmen, dass das jetzt so passiert – ich glaube nicht, dass wir mit unseren Protesten die Beschlüsse der ÖVP oder der Koalition abändern können.“ („Wissenschaft der Wirtschaft unterzuordnen wäre eine Katastrophe“)

Bildquelle: http://austria-forum.org/attach/Wissenssammlungen/Biographien/T%C3%B6chterle,_Karlheinz/t%C3%B6chterle_karlheinz.jpg.
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