Aufgeschnappt: Ewald Stadler im DATUM

Ewald Stadler meint es ernst. Er will das Christentum in die EU und alle staatlichen Institutionen tragen, die Laizisten, Säkularisten und Freimaurer genauso zurückdrängen wie all jene, die an etwas anderes glauben. »Nur die katholische Religion gibt das Geschenk der Wahrheit, die mit ­Jesus Christus in die Welt gekommen ist, ungekürzt und ungeschmälert weiter«, sagt er. Seine Kandidatur ist ein klerikaler Marschbefehl für alle, die sich vom Zeitgeist in die Ecke gedrängt fühlen. Ihm folgen erzkatholische Publizisten, Abtreibungsgegner, Schwulenfeinde, Möchtegernkreuzzügler und EU-Hasser. Sie sollen fünf Prozent der Stimmen in Österreich bringen, das reicht für einen Platz im EU-Parlament. Die ehemalige Nummer zwei der FPÖ, der einstige Nationalratsabgeordnete, Volksanwalt und jetzige Europaparlamentarier ist in einer rechtsreligiösen Szene angekommen, die ihn als einen der ihren sieht.

Christoph Zotter im DATUM: Hinter dem Schmiss
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