BNP Paribas – 9 Mrd. Dollar Strafe

Im Verfahren gegen die französische Großbank BNP Paribas wird das US-Justizministerium nach Angaben von Insidern am Montag eine Rekordstrafe von fast neun Milliarden Dollar (6,61 Mrd. Euro) bekanntgeben. Wegen Umgehung von US-Sanktionen gegen den Sudan, Iran und Kuba soll der Bank zudem für eine gewisse Zeit auch das Geschäft mit der Verrechnung ausländischer Währungen in Dollar untersagt werden.

via Standard

Auch recht bezeichnend für den internationalen Bankensektor, wenn der französische Branchenprimus diese abstruse Summe mal eben so wegstecken kann.

Quelle: http://www.kclmathsoc.com/wp-content/uploads/2013/09/BNP-Paribas.jpg.
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Aufgeschnappt: Kalifat im Jahre 2014

Mit dem Zerfall des Osmanischen Reiches 1924 endete das letzte Kalifat. Die Isis hatte am 9. Juni eine Offensive gegen die Regierung in Bagdad begonnen. Die radikale Sunnitengruppe brachte seitdem große Teile des Nordirak unter ihre Kontrolle. Die Isis kämpft auch im benachbarten Syrien gegen die dortige Regierung. Ihr Ziel war stets die Gründung eines grenzübergreifenden islamischen Staates in der Region. (…) Isis-Kämpfer haben in Syrien nach Informationen einer Beobachtergruppe acht Anhänger gemäßigter Rebellengruppen gekreuzigt. Die Männer seien am Samstag auf einem Platz in der Stadt Deir Hafer in der Provinz Aleppo ans Kreuz geschlagen worden, berichtete die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Sie sollten dort drei Tage lang hängenbleiben. Den Männern sei vorgeworfen worden, Kämpfer von Oppositionsgruppen zu sein, die vom Westen unterstützt werden.

via STANDARD: Isis ruft Kalifat in Irak und Syrien aus
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Aufgeschnappt: Elfenbein-Dilemma in Afrika

Laut den Vereinten Nationen profitieren in jüngster Zeit zunehmend internationale Verbrecher- und Terroristenbanden vom Handel mit Nashorn und Elfenbein; die somalische Al-Shabaab-Miliz, die ugandische „Lord’s Resistance Army“, die sudanesischen Janjaweed-Milizen. All dies summiert sich zur schwersten Wildereikrise in Afrika seit Jahrzehnten, und es bringt in vielen Regionen des Kontinents Elefanten und Nashörner an den Rand der Vernichtung. Mehr als 1000 Nashörner wurden 2013 gewildert, bei insgesamt nur etwa 25 000 Tieren. Und wenn die Elefantenwilderei so weitergeht, könnte in zehn Jahren ein Fünftel der Herden in Afrika ausgelöscht sein, befürchtet die internationale Naturschutzorganisation IUCN – zuletzt wurden jährlich geschätzt 30 000 Elefanten gewildert. Schon jetzt verschwinden die Tiere mancherorts. Im Kilombero-Schutzgebiet in Tansania etwa hatte man 2002 noch mehr als 2000 Elefanten gezählt. Ende 2013 sollte wieder gezählt werden. Das scheiterte daran, dass sich kein einziger Elefant mehr fand, den man hätte zählen können. (…) „Auf die Dauer hilft nur Aufklärung“, sagt er: „Irgend jemand muss die Asiaten ein für alle mal davon überzeugen, dass Nashornpulver kein Aphrodisiakum enthält.“ Bis dahin blieben nur kompromissloses Vorgehen und am besten noch schärfere Strafen: lebenslange Haft für jeden, der sich der Wilderei schuldig macht; ohne – wie bisher – die Möglichkeit, sich durch eine Geldstrafe freizukaufen. „Ich weiß, das würde die Menschenrechtsgruppen bei euch in Europa wieder auf die Palme bringen“, sagt er. „Aber die Jungs, mit denen wir hier zu tun haben, lassen sich durch gutes Zureden nicht beeindrucken.“

Tobias Zick und Marlene Weiss in der SZ: Jäger und Gejagte

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Aufgeschnappt: Putin in Österreich

Die Vertreter der österreichischen Wirtschaft hatten Putin mit Standing Ovations empfangen. Und da hört sich der Spaß auf. Der ehemalige KGB-Agent, der in seinem Land jeden Ansatz von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit liquidiert, Andersdenkende und -lebende verfolgt, der sich die Krim unter den Nagel gerissen hat und nun die separatistische Soldateska im Osten der Ukraine sponsert und bewaffnet; der Moskauer Autokrat, der seinen Landsleuten den Westen als Reich der Dekadenz und Europa als Herrschaft der Homos präsentiert – dieser Mann wird von den ökonomischen Eliten Österreichs demonstrativ bejubelt. (…) Ebenso erbärmlich wie die heimischen Eliten verhielt sich die sogenannte Zivilgesellschaft. Proteste gegen den Staatsgast waren kaum wahrnehmbar. Das betrifft vor allem die sonst so demonstrationsfreudigen Linken. Offenbar ist vielen von ihnen – von antiamerikanischen Ressentiments verblendet – bisher entgangen, dass Moskau heute nichts auch nur annähernd Linkes repräsentiert, sondern sich im Gegenteil rechts von Dschingis Khan positioniert. Die Straches Europas haben das längst begriffen.

Georg Hoffmann-Ostenhof im PROFIL: Wo der Spaß aufhört

Immer sehr beruhigend wenn nicht die gesamte 68er-Generation die Grundübel der Welt in die Schuhe der US-Amerikaner stecken will.

Die im Text angesprochenen Witzeleien:

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