Aufgeschnappt: Papiergeld verteilt von ARM nach REICH

Während die reichsten 10 Prozent der Deutschen 1998 bereits über gewaltige 45 Prozent des Privatvermögens verfügten, konnten sie 2008 laut Statistischem Bundesamt sogar noch etwas mehr, nämlich 53 Prozent, ihr Eigen nennen. (…) Jede Produktion neuen Geldes entfaltet eine umverteilende Wirkung. Denn wir erhalten das neue Geld nicht alle im gleichen Ausmaß. Einige erhalten mehr, andere weniger. Einige bekommen das neue Geld früher, andere später. Wer das neue Geld zuerst bekommt, kann noch von den alten, noch niedrigeren Preisen profitieren.(…) Während Reiche und Großunternehmen vom schnellen und direkten Zugang zu neu geschaffenem Geld profitieren, klagen Unter- und Mittelschicht über steigende Mieten, Lebensmittel- und Energiepreise – sie sind tendenziell die Spätempfänger. Ihnen bleibt aufgrund von Teuerung und Abgabenlast kaum die Möglichkeit zu sparen und an den Finanzmärkten zu investieren. Denn eine Investition an den Finanzmärkten erfordert es, auch einmal Preisschwankungen durchstehen zu können. Man muss über Rücklagen und Ersparnisse verfügen, die für viele Leute illusorisch sind.

Philipp Bagus in der WELT: Unser Geldsystem ist Sozialismus für Reiche

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