Aufgeschnappt: Koller bringt’s auf den Punkt

In Berlin skandierten sie „Jude, Jude, feiges Schwein!“, sodass man glauben konnte, die SA wäre aus ihren Löchern gekrochen. In der gleichen Stadt wurde ein Passant, den sie – laut Deutscher Presse-Agentur – „als Juden erkannten“, von den Demonstranten „judenfeindlich beschimpft“. Auch das kommt einem aus der jüngeren Zeitgeschichte nicht ganz unbekannt vor, ganz ähnlich wie der Vorfall in Paris, wo sie eine Synagoge attackierten. Aus Innsbruck wird berichtet, dass eine Frau, die ein israelisches und ein österreichisches Fähnchen trug, von Demonstranten zu Boden gestoßen und verletzt worden sei. Und der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan lieferte für all das bei einer Wahlrede die Rechtfertigung, indem er feststellte, dass der „terroristische Staat Israel mit seinen Gräueltaten in Gaza Hitler übertroffen“ hat.

(…)
Und es ist faszinierend zu sehen, welche Koalitionen sich da bilden. Engagierte Linke, die Palästina fälschlicherweise für den Hort des Friedens und Fortschritts halten, gehen Hand in Hand mit alten und neuen Kellernazis, die ihrem Antisemitismus, Pardon: jetzt heißt er ja Antizionismus, endlich wieder freien Lauf lassen können. Islamische Fundis, deren Weltbild vom Koran und der Scharia verstellt ist, sind eines Sinnes mit christlichen Friedensbewegten, die den Konflikt am liebsten im Sesselkreis lösen würden. Die sozialen Medien quellen über mit Hassparolen.

Andreas Koller steht zwar auf weiter Flur allein, aber Recht hat er dennoch. In den Salzburger Nachrichten: Der ganz normale schäbige Antisemitismus

Dieser Beitrag wurde unter ZOMG veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.